Nvidia markiert 5-Billionen-Marke

Die Zahlen lagen am Ende des Handelstages klar auf der Hand. Nvidia schloss mit einem Rekordhoch und überstieg erstmals die 5-Billionen-Dollar-Marke. Das ist kein kleiner Meilenstein, sondern ein fundamentaler Bruch in der historischen Bewertung von Technologieunternehmen. Getrieben wurde dieser Schritt vor allem von einem Fiskaljahr-Umsatz von 215,9 Milliarden US-Dollar. Diese Zahl allein erklärt bereits, warum die Märkte so euphorisch reagierten. In einem Geschäftsjahr, das als fiskalisch 2026 bezeichnet wird, bedeutet ein Anstieg von 65 Prozent im Jahresvergleich eine Expansionsdynamik, die man in dieser Form kaum für möglich gehalten hätte. Man muss sich diese Dimension erst einmal vorstellen. Zwei hundertzehn Milliarden. Fünfundneunzig Milliarden. Das ist kein lineares Wachstum mehr. Das ist exponentielle Gewalt.

In den letzten Wochen war der Markt nervös. Die Unsicherheit bezüglich der Zinspolitik der Federal Reserve hing wie ein Damokles-Schwert über den Tech-Aktien. Doch als die Zahlen aus Santa Clara flossen, schien diese Sorge vorübergehend zu verblassen. Die Datenzentren, die sich wie Pilze aus dem Boden schieben, brauchen diese Chips. Und Nvidia liefert sie. Laut den vorliegenden Berichten stiegen die Einnahmen für das Gesamtjahr 2024 hingegen noch bei weit unter sechzig Milliarden Dollar. Der Sprung auf die zweihundertfünfzehn Milliarden ist also kein schleichender Prozess. Er ist ein vertikaler Anstieg. Wer sich in Zuercher Bueros umhoert, wo über Portfoliogewichte diskutiert wird, merkt, dass sich die Perspektive verschiebt. Man betrachtet Nvidia nicht mehr nur als Hardware-Lieferanten. Man betrachtet es als Infrastruktur. Und Infrastruktur hat einen anderen Wert.

Der Umsatztriebwerk war dabei eindeutig die Data-Center-Sparte. Hier lag das Wachstum bei stolzen 75 Prozent. Das ist der Kern des Geschäfts. Die Gaming-Sparte, die Konsolen-Chips, das alles ist nebensächlich geworden. Die wahre Wertschöpfung entsteht dort, wo Rechenleistung gegen Strom getauscht wird. Und der Strombedarf der KI-Modelle wächst schneller als die Kapazitäten, sie zu erzeugen. Nvidia hat diese Lücke geschlossen. Die Grossmargen von siebzigfuenfzig...