Fed-Pause unter Druck

Während die Schweiz in den letzten Tagen von der Stabilität des Franken profitiert, blickt Jerome Powell am 29. April 2026 um 14:00 Uhr ET auf eine der heikelsten Sitzungen seiner Amtszeit. Diese Prozedur ist nicht nur ein technisches Ritual, sondern ein globaler Nerventest. Die Märkte halten zwar an der Pause fest, doch die Stille vor dem Sturm ist beträchtlich.

Die Wahrscheinlichkeiten, die wir von CME FedWatch verfolgen, deuten zwar auf eine Zinspause hin, doch die Unsicherheit vor der Entscheidung schürt globale Spannungen. Es geht hier nicht nur um die Höhe des Leitzinses, sondern um die Botschaft, die Powell hinterlässt. Wenn der Chef der US-Notenbank spricht, hören die Zentralbanken in Tokio, London und Frankfurt mit. Die globalen Zinsen stehen unter Druck, weil das Ende seiner Ära naht. Jeder Satz, den er wählt, wird wie Goldstaub analysiert.

Die Marktmeinung ist klar: Die Fed wird die Leitzinsen wahrscheinlich stabil halten. Doch das “Warum” ist entscheidend. Consumer costs, wie CNBC kürzlich betonte, werden von dieser Entscheidung unmittelbar betroffen sein. Wer sich in Zürichern Büros umhört, weiß, dass CFOs derzeit ihre Cash-Reserven prüfen. Sie warten auf die Klarheit, die Powell geben soll. Die Unsicherheit vor der Entscheidung schürt globale Spannungen, weil das Ende seiner Ära naht.

Die Daten der letzten Tage zeigen eine gewisse Entspannung an den Anleihemärkten, doch das ist trügerisch. Die Kurve, wie sie im H.15-Report der Fed am 24. April 2026 zu sehen war, deutet auf komplexe Erwartungen hin. Die Renditen bewegen sich nur scheinbar ruhig. Tatsächlich bereiten sich die Institutionen auf Volatilität vor. Die US-Märkte und globale Zinsen stehen unter Druck, weil das Ende seiner Ära naht.

Powells möglicher letzter Auftritt als Chair ist das eigentliche Thema. Das Gewicht dieser Sitzung liegt nicht auf der Politik, sondern auf der Person. Wer wird kommen? Was bleibt von seiner Doktrin? Diese Fragen treiben die Volatilität...