Die Zahlen, die sich in den letzten drei Tagen auf den Bildschirmen der Analysten tummeln, lesen sich fast schon wie eine Fehlfunktion der Marktlogik. Während der Bitcoin-Kurs in einer Art nervösem Zwischenspiel zwischen den Fibonacci-Levels bei 76'658 und 75'990 US-Dollar pendelt und der Relative Strength Index (RSI) bei 51 verharrend neutral wirkt, findet im Hintergrund ein fundamentaler Machtwechsel statt, der weitaus dramatischer ist als jede kurzfristige Kursbewegung. Laut einer Meldung, die vor etwa drei Tagen auf Cointribune publiziert wurde und sich auf Daten von Arkham Intelligence stützt, hat die Woche mit einem Nettozufluss von 823,7 Millionen Dollar für die gesamte Kategorie der Spot-ETFs geendet, wobei BlackRock’s iShares Bitcoin Trust (IBIT) allein 732,6 Millionen Dollar dieses Volumens verschlungen hat. Das entspricht exakt 89 Prozent der gesamten Nettozuflüsse in nur einer Woche, ein Monopolzustand, der im Finanzmarkt eher untypisch für eine als "wettbewerbsintensiv" deklarierte Assetklasse ist und Fragen nach der eigentlichen Treiberkraft hinter diesem Hype aufwirft.

Man könnte jetzt argumentieren, dass dies einfach nur der Effekt der Grösse ist, dass BlackRock als der grösste Asset-Manager der Welt nun einmal die meisten Kunden hat und diese Kunden automatisch zum grössten ETF strömen. Diese Logik ist verlockend einfach, aber sie ignoriert die Nuancen der Inflows, die sich hier abzeichnen. Wenn man die Daten von Farside Investors betrachtet, die sich als spezialisierte Boutique in London auf globale Aktien und Kryptowährungen konzentrieren, wird deutlich, dass die Verteilung der Zuflüsse keineswegs gleichmässig ist. Die anderen Anbieter wie Fidelity (FBTC), Grayscale (GBTC) oder Coinbase (IBIT) müssen sich mit den Resten zufriedengeben, die nach dem Abzug von BlackRock noch übrig bleiben. Es ist kein Wettbewerb mehr im klassischen Sinne, sondern eher ein Sättigungsprozess, bei dem der Platzhirsch den Grossteil des Marktes absorbiert, während die Konkurrenten um die Nische kämpfen, die er nicht mehr braucht.

Diese Dominanz ist nicht neu, aber sie...