Fed Pause vor Powell-Exit

Während die Märkte bereits mit der Nachsorge für die kommende Woche beginnen, bleibt die US-Notenbank in einer Art Stillstand verharren, der mehr bedeutet, als nur Inaktivität. Laut aktuellen Meldungen von gestern, die vor weniger als 24 Stunden publiziert wurden, hat das Federal Reserve Board den Leitzins im Zielkorridor von 3,5 bis 3,75 Prozent festgehalten, ohne die Richtung vorauszusagen. Diese Pause ist keine bloße technische Pause, sondern ein strategisches Warten auf die Ereignisse, die am kommenden Mittwoch, den 29. April 2026, um 14 Uhr Eastern Time auf der Agenda stehen werden.

Die Stille vor dem Sturm ist hier besonders deutlich spürbar, denn es geht nicht nur um Zinsen. Es geht um das Ende einer Ära. Die bevorstehende Entscheidung wird weithin als das letzte große Signal unter dem Amtsjubiläum von Chair Jerome Powell gewertet. Wer sich in den Handelsabteilungen der grossen Banken umhört, merkt, dass die Atmosphäre eine andere ist als bei den letzten Sitzungen. Die Unsicherheit, ob Powell tatsächlich gehen wird oder ob es nur Gerüchte sind, drückt sich in der vorsichtigen Preisgestaltung der Anleihen aus. Die Fed selbst deutet zwar an, dass sie ihre Ziele der Preisstabilität noch nicht ganz erreicht hat, doch die Hände sind gebunden durch die komplexen geopolitischen Verwerfungen, die sich vor allem im Nahen Osten abzeichnen.

Ein anhaltender Konflikt in dieser Region führt unweigerlich zu persistenteren Preiserhöhungen bei Energie, und diese Kosten werden mit ziemlicher Sicherheit an die Kerninflation durchgereicht. Das ist der Grund, warum die Fed auch in der kommenden Woche kaum mit einer Zinserhöhung rechnen lässt. Die Daten, die in den letzten Tagen bekannt wurden, zeigen eine klare Linie: Man hält die Kurve, um nicht zu früh zu handeln und die Märkte zu schockieren. Gleichzeitig profitieren Sparer von dieser Stagnation, da die Zinssätze für Spareinlagen weiterhin über der Inflationsrate liegen, was eine seltene...