
FED HALTET ZINSEN
Die US-Notenbank wird die Leitzinsen unverändert lassen. Das ist die klare Botschaft aus Washington, noch bevor das Treffen am 28. und 29. April offiziell beginnt. Laut einer aktuellen CNBC-Meldung vom vergangenen Tag ist sich der Markt einig: Jerome Powell, dessen Amtszeit als Fed-Chef womöglich mit dieser Entscheidung endet, wird die Zinsen im Bereich von 3,5 bis 3,75 Prozent belassen. Es gibt keine Anzeichen für eine Kehrtwende.
Die Erwartungen an eine Zinssenkung im April sind praktisch auf Null gesunken. Daten, die kürzlich veröffentlicht wurden, drücken die Wahrscheinlichkeit eines 25-Basis-Punkte-Cuts auf gerade einmal 0,4 Prozent. Starke Wirtschaftsindikatoren aus den USA widerlegen jede Hoffnung auf rasche Erleichterung. Stattdessen schiebt sich der Zeitpunkt für erste Lockerungen weiter nach hinten. Eine Reuters-Umfrage von vor drei Tagen zeigt, dass Ökonomen Senkungen nun frühestens Ende 2026 erwarten. Das ist ein signifikanter Shift.
Hinter dieser Verzögerung stehen geopolitische Spannungen. Ein andauernder Konflikt im Nahen Osten treibt die Energiepreise. Diese höheren Inputkosten schlagen sich in der Kerninflation nieder. Die Fed reagiert darauf mit Zurückhaltung. Zinsesenkungen könnten zwar die Aktienmärkte und den Wohnungsmarkt ankurbeln, doch das Risiko von Blasen und anhaltender Teuerung ist zu groß. Die Zentralbank priorisiert Preisstabilität vor kurzfristigem Wachstumsschub.

Wer sich in den letzten Tagen mit Finanzstrategen unterhält, hört oft den gleichen Satz: Geduld ist jetzt die wichtigste Währung. Die Märkte hatten sich auf eine frühe Wende eingestellt. Diese Erwartung war falsch. Die Realität der Daten ist unerbittlich. Arbeitsmarktzahlen und Konsumdaten bleiben robust. Das gibt der Fed Luft, abzuwarten.
Die nächsten Entscheidungen der Fed liegen in der kommenden Woche. Am Mittwoch, den 29. April, um 14:00 Uhr Eastern Time, folgt die Ankündigung. Bis dahin bleibt alles beim Alten. Die Geldpolitik bleibt restriktiv. Das Ziel ist es, die Inflation nachhaltig auf zwei Prozent zu drücken, ohne die Wirtschaft unnötig zu belasten. Eine zu frühe Lockerung wäre ein Fehler.
Die Unsicherheit über...
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