
US-Sanktionen gegen Teapot-Refineries
Die Vereinigten Staaten haben gestern Abend ihre Sanktionsliste um ein weiteres chinesisches Unternehmen erweitert. Es handelt sich dabei um eine Raffinerie, die in der Branche als „Teapot“ bezeichnet wird. Der Begriff beschreibt kleine, oft staatlich subventionierte oder private Ölmühlen, die nicht zum offiziellen Kern der großen staatlichen Konzerne gehören. Diese sogenannten „Teapots“ spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, iranisches Rohöl auf den Markt zu bringen, während die offiziellen Exporte durch Sanktionen blockiert sind. Laut CNBC, der Meldung vor etwa elf Stunden, wurde diese spezifische Einrichtung für den Kauf iranischen Öls sanktioniert. Die USA machen damit klar, dass sie keine Grauzonen mehr dulden.
Wer sich in den Handelsabteilungen Zürichs umhört, merkt, wie schnell sich diese Nachrichten in den Portfolios niederschlagen. Es ist ja bekannt, dass der Energiemarkt extrem sensibel auf geopolitische Spannungen reagiert. Doch diesmal geht es nicht nur um abstrakte Preise. Es geht um die konkrete Durchsetzung von US-amerikanischem Recht auf globaler Ebene. Die Sanktion trifft ein Unternehmen, das explizit für seine Fähigkeit bekannt ist, iranisches Öl zu verarbeiten und weiterzuverkaufen. Das ist ein direkter Schlag gegen die Infrastruktur, die Teheran am Leben hält.
Die Märkte reagierten nicht sofort mit Panik, aber die Spannungen sind spürbar. Vor kurzem hatte sich der S&P 500 noch auf einem Niveau von 7’109,14 Punkten eingependelt, bevor er leichte Verluste von 0,24 Prozent hinnehmen musste. Die Nasdaq legte sogar 0,26 Prozent nach. Dieser Rückgang ist natürlich nicht allein auf die Teapot-Sanktion zurückzuführen, sondern auch auf die allgemeine Unsicherheit im Verhältnis zwischen Washington und Teheran. Die Nasdaq brach dabei ihren 13-tägigen Gewinnstreik ab, was in der Historie der US-Börse einzigartig ist. Seit 1992 gab es keinen so langen positiven Lauf, der dann abrupt endete. Das zeigt, wie nervös die Investoren sind.
Insgesamt wird die Situation im globalen Energiemarkt dadurch weiter verschärft. Die USA versuchen hier,...
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