In der Schweiz gibt es Unternehmen, die im Aufwind der Pandemie gewachsen sind wie Pilze aus dem Boden. Andere haben strategisch gebremst. Matthias Gloor, 54, ist der Gruender der GlorTec AG in St. Gallen. Sein Unternehmen baut Industrie-Automation. Die Firma hat 85 Mitarbeiter. Der Umsatz lag im letzten Jahr bei 18 Millionen Franken. Viele Konkurrenten haben 2021 und 2022 massiv expandiert. Gloor hat das Gegenteil getan. Er hat gezielt Kunden abgelehnt. Er hat Personal abgebaut. Er hat die Struktur gekappt. Das Ergebnis ist heute sichtbar. Die Marge ist gestiegen. Sie liegt bei 24 Prozent. Vorher lag sie bei 11 Prozent. Das ist ein enormer Sprung. Die GlorTec AG gilt heute als stabil. Sie gilt als profitabel. Sie gilt als krisenfest. Doch der Weg dorthin war steinig. Gloor erzahlt von Fehlern. Er erzahlt von Entscheidungen. Er erzahlt von der Zeit davor. Die Corona-Krise hat die Branche verändert. Die Nachfrage nach Automatisierung stieg exponentiell. Viele Firmen konnten nicht nachliefern. Die Preise kletterten. Die Margen waren hoch. Gloor sah das anders. Er sah das Risiko. Er sah die Blase. Er wollte keine Blase sprengen. Er wollte nachhaltig wachsen. Heute blickt er zurueck. Er blickt auf das Jahr 2022. Er blickt auf den Umsatzeinbruch. Er blickt auf die Kosten. Er blickt auf die Mitarbeiter. Er blickt auf die Zukunft. Die GlorTec AG steht fest. Die GlorTec AG ist bereit. Die GlorTec AG ist klar.

Senn: Herr Gloor, Sie haben 2022 Umsatz abgebaut. Warum haben Sie das gemacht?

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Gloor: Wir hatten in 2021 einen Rekordumsatz. Er lag bei 22 Millionen. Die Marge war schlecht. Sie lag nur bei 11 Prozent. Wir haben viel zu viel unter Druck gearbeitet. Die Fehlerquote stieg. Die Mitarbeiter brannten aus. Ich habe das gemerkt. Ich habe es gesehen. Ich habe es gefuehlt. Wir konnten nicht skalieren. Wir wurden ineffizient. Das ist ein typisches Muster....