Die Zahlen, die sich in den letzten Wochen um das iShares Bitcoin Trust von BlackRock (IBIT) ranken, sind nicht nur beeindruckend, sie sind fast schon bedrohlich für jeden, der noch an eine echte Marktdemokratisierung im Krypto-Bereich glaubt. Rund drei Milliarden US-Dollar an Zuflüssen seit Jahresbeginn liegen nun auf dem Tisch. Das ist kein kleiner Randposten, den man in einem Quarterly Report übersehen kann. Laut aktuellen Daten von Farside Investors und bestätigten Meldungen aus dem Finanzsektor platziert sich dieser Wert allein im April bereits im absoluten elitären oberen ein Prozent aller Exchange Traded Funds, die weltweit gehandelt werden. Man muss sich diese Grössenordnung erst einmal vorstellen. Drei Milliarden Dollar. In einem Zeitraum, in dem die Märkte eigentlich von Unsicherheit und Korrekturphasen geprägt waren. Während andere Bitcoin-ETFs mit schwankenden Werten kämpfen und teilweise sogar Abflüsse verzeichnen müssen, saugt IBIT das Kapital förmlich auf. Es ist ein Monopol, das nicht durch Technologie, sondern durch Vertrauen in den grössten Asset Manager der Welt entsteht.

Wer sich in Zuercher Büros umhört, wo traditionell noch viel Wert auf Diversifikation und risikobewusste Allokation gelegt wird, stellt fest, dass die Skepsis gegenüber dieser Konzentration wächst. Die Erfahrung der letzten zwei Jahre zeigt nämlich, dass solche Strömungen oft von institutionellen Grossplayern gesteuert werden, die keine Angst vor dem Verlust haben, weil sie den Markt nicht verlieren können. IBIT absorbierte in der letzten Woche allein zwischen dem 13. und 17. April ganze 906 Millionen US-Dollar von den insgesamt 996 Millionen, die in den gesamten Bitcoin-ETF-Sektor flossen. Das sind 91 Prozent. Alles. Das ist keine Marktführung mehr, das ist eine Okkupation. Der Rest des Marktes, bestehend aus Competitors wie Fidelity, Grayscale oder Ark Invest, kämpft im Schatten. Sie liefern sich ein Gefecht um die letzten neun Prozent, während BlackRock bereits den nächsten Schritt plant.

Doch warum ist das eigentlich so wichtig für den...