Wer für Software-Schwachstellen zahlt, wie viel eine einzige Lücke kostet und warum der Markt 2026 trotz aller Aufklärung weiter wächst.
Am 8. Juni 2026 hat WhatsApp öffentlich gemacht, dass die israelische Firma NSO Group erneut versucht hat, Nutzerinnen und Nutzer mit der Spyware Pegasus anzugreifen, und zwar mitten in einem laufenden Gerichtsverfahren, in dem ein US-Gericht NSO per Verfügung verboten hat, WhatsApp überhaupt anzurühren. WhatsApp hat daraufhin einen Contempt-Antrag gegen NSO gestellt. Ein Monat später, am 16. Juli 2026, hat ein ehemaliger marokkanischer Geheimdienstmitarbeiter gegenüber OCCRP und The Guardian bestätigt, dass Rabat Pegasus systematisch gegen Hunderte Ziele im Inland einsetzt. Zwei Beispiele, die zeigen, wie der Markt für Software-Schwachstellen Mitte 2026 funktioniert: Er ist kleiner geworden, professioneller und sichtbarer angefochten, aber er verschwindet nicht. Wer verstehen will, warum Cyberangriffe immer wieder durchschlagen, muss diesen Markt verstehen. Er funktioniert nach eigenen Regeln, mit eigenen Preisen und einer klaren Hierarchie von Verkäufern, Vermittlern und Käufern.