Die grossen Meta-Analysen der letzten zwei Jahre geben erstmals saubere Antworten. Die Schweiz hat das Geld und die Labore. Was fehlt, ist die Konsequenz bei der Umsetzung.
Die Trainingswissenschaft hat zwischen 2024 und 2026 eine Reihe grosser Meta-Analysen geliefert, also Studien, die Hunderte Einzeluntersuchungen zusammenfassen und damit endlich trennscharf zeigen, was im Spitzensport wirkt und was ein hartnäckiger Mythos ist. Drei Befunde stechen heraus: Die Frage der Trainingsverteilung polarisiert versus pyramidal ist faktisch entschieden. Die Verletzungsprävention funktioniert, aber nur bei konsequenter Anwendung. Und die Flut an Daten aus GPS, Wearables und Herzfrequenzmessungen liefert Rohmaterial, keine Trainingsanweisungen. Was die Schweiz aus dieser Datenlage macht, zeigt sich an 115,6 Millionen Franken Fördergeld pro Jahr, an Magglingen als nationalem Leistungssport-Zentrum und an einer Nachwuchspyramide, die Talente fördert und wieder verliert.