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Wirtschaft

Die Fed gegen die Welt: Warum der US-Leitzins jeden auf dem Planeten betrifft

Wie ein Zinsentscheid in Washington Sparbücher in Zürich, Kredite in São Paulo und Wechselkurse in Tokio prägt

Von der MacherPost-Redaktion 10.08.2026, 07:00 ♪ 39 Min Audio · 5'074 Wörter

Am 29. Juli 2026 hat die US-Notenbank ihren Leitzins mit 9 zu 3 Stimmen gehalten. Drei Notenbanker wollten ihn erhöhen. Was wie eine technische Notiz klingt, ist ein offener Bruch im Inneren des FOMC, der seit der Ära Paul Volckers ohne Beispiel ist. Wer verstehen will, warum sein Hypothekarzins in Zürich, sein Sparbuch in Frankfurt oder sein Wechselkurs in Mumbai zittert, muss in den nächsten Wochen in Washington mitlesen.

Die Federal Reserve hält ihren Leitzins seit Monaten in einem Zielkorridor von 3,5 bis 3,75 Prozent. Was am 29. Juli 2026 passierte, war keine Senkung und keine Erhöhung. Es war eine öffentliche Auseinandersetzung im Inneren des Federal Open Market Committee. Neun Mitglieder stimmten für die Beibehaltung. Drei stimmten dagegen: Beth M. Hammack von der Federal Reserve Bank of Cleveland, Neel Kashkari aus Minneapolis und Lorie Logan aus Dallas. Sie wollten den Zielkorridor um 25 Basispunkte anheben. In der offiziellen Begründung heisst es, sie sähen die Inflation nicht dort, wo das FOMC sie offiziell sehe.

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