Der Sonntag beginnt in Europa mit Rekordtemperaturen, einem russisch-ukrainischen Briefwechsel, der die Welt nicht weiterbringt, und einem Hacker-Vorfall bei OpenAI, den selbst dessen Entwickler als «Watershed Moment» bezeichnen. Während in Zürich 900'000 Menschen bei über 30 Grad tanzen und in Locarno Isabella Rossellini den roten Teppich entlangschreitet, schrumpfen in Bern die Mittel für den klimafitten Wald. Die Inlandstory der Stunde ist ein Foto aus dem Weissen Haus: Jö Biden zeigt die Narbe einer Knochenoperation.
Bidens Krebs hat gestreut. Der frühere US-Präsident Jö Biden leidet an einem aggressiven Prostatakrebs mit Knochenmetastasen. Sein Sohn Hunter Biden sagte am Samstag, es sei «traurig, das mit anzusehen». Biden selbst, 82, hatte sich zuvor öffentlich optimistisch gezeigt. Die Diagnose fällt in die Kategorie Gleason 9, Stadium 5. Onkologen stufen solche Fälle als hormonsensitiv, aber fortgeschritten ein; eine Heilung ist selten, eine Kontrolle über Jahre möglich. Biden war zuletzt im Mai 2025 wegen einer anderen Krebserkrankung operiert worden. Die Nachricht wirft ein neues Licht auf die Debatte über sein Alter zum Zeitpunkt des Rückzugs aus dem Wahlkampf im Sommer 2024. Auch die Republikaner nutzen die Diagnose für politische Angriffe; Trump behauptet ohne Belege, Biden habe seine Erkrankung vertuscht. Mediziner widersprechen (Spiegel, blüwin, n-tv).