Stand: Freitag, 7. August 2026, Mittagsausgabe. Die Nachrichtenlage am Vormittag wird von zwei Strängen bestimmt: einer ungewöhnlichen Hitzewelle, die in Südosteuropa AKW drosselt und Deutschlands Wasserstrassen austrocknet, und einer Reihe politischer Signale aus Berlin, Washington und Brüssel.
Die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen zum Fund einer mit Sprengstoff und Zünder bestückten Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle übernommen. Es bestehe der Verdacht des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, teilte die Behörde mit. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen war die Drohne in der Nähe eines ukrainischen Transportflugzeugs entdeckt worden; zudem war eine Frachtmaschine im erweiterten Bereich des Flughafens mutmasslich mit einer weiteren Drohne kollidiert. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach am Mittwochabend am Flughafen von einem "hybriden Anschlagsszenario" und schloss "fremde Mächte" als Drahtzieher nicht aus. Das BKA übernimmt die polizeilichen Ermittlungen. Der Fall weckt Erinnerungen an den Brand in einem DHL-Logistikzentrum in Leipzig im Jahr 2024, hinter dem Sicherheitskreise russische Auftraggeber vermuten (tagesschau.de, 10:47 Uhr; Generalbundesanwaltschaft).