Am Flughafen Leipzig/Halle haben Sicherheitskräfte in der Nacht auf Mittwoch eine Drohne mit Sprengstoff und Zünder sichergestellt. Sie stand nach Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung in unmittelbarer Nähe von vier Transportflugzeugen der ukrainischen Airline. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einem «hybriden Anschlagsszenario». In den USA sorgen Berichte über schwindende Raketenbestände für Diskussionen über eine mögliche Eskalation mit Iran. In der Schweiz richten Sandoz und die SNB den Blick auf das erste Halbjahr, an den Börsen reagiert die Wall Street zurückhaltend auf die ersten SpaceX-Quartalszahlen nach dem Börsengang.
Mitarbeiter des Flughafens entdeckten das unbemannte Fluggerät am Mittwochmorgen beim Rollfeld. Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung war an der Drohne ein Paket mit einer verdächtigen Substanz angebracht; laut einem internen Behördenvermerk befand sich darin auch ein Zünder. Erste kriminaltechnische Tests hätten Hinweise auf PETN und Semtex ergeben, schreiben die Rechercheteams. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bezeichnete den Vorfall als «hybrides Anschlagsszenario» und kündigte eine Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen an Flugplätzen an. Die Bundespolizei ermittelt in alle Richtungen, eine politische Zuordnung wurde bisher nicht öffentlich gemacht. Die Drohne war nach Tagesschau-Informationen in der Nähe von vier Transportmaschinen der ukrainischen Airline gefunden worden, was Spekulationen über einen möglichen Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine nährte. In Berlin wird mit Hochdruck geprüft, ob es sich um einen Test, einen Sabotageakt oder einen inszenierten Vorfall handelt (NDR/WDR/SZ, 5. August 2026).