Die Nacht auf Mittwoch hat die Weltlage erneut verschärft. Russland hat die ukrainische Hauptstadt mit der schwersten Angriffswelle seit Wochen überzogen, gleichzeitig zeichnet sich zwischen Washington und Teheran eine vorläufige Lösung in der Strasse von Hormuz ab. In London dokumentiert ein neuer Sicherheitstest, wie weit aktuelle KI-Modelle bereits eigenständig handeln. Der folgende Überblick fasst die wichtigsten Entwicklungen des Vormittags zusammen und ordnet sie ein.
Russische Raketen und Drohnen haben in der Nacht auf Mittwoch Kiew und das Umland getroffen. Nach Angaben der ukrainischen Behörden starben mindestens 17 Menschen, 44 weitere wurden verletzt. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am Morgen, viele Opfer hätten gerettet werden können, wären genügend Patriot-Abwehrraketen vorhanden. Die ukrainischen Patriot-Vorräte sind nach Kiewer Darstellung nahezu aufgebraucht, gleichzeitig läuft eine von der Ukraine ausgerufene 40-tägige Vergeltungskampagne gegen russische Energie- und Logistikziele aus. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, man habe «Logistik-Hubs und Versorgungszentren» in Kiew und der Region getroffen. Die ukrainische Luftwaffe registrierte nach eigenen Angaben mehr als 40 Angriffsdrohnen und rund ein Dutzend Marschflugkörper, die meisten davon abgefangen oder gestört. Selenskyj forderte den Westen erneut zu einer Ausweitung der Luftverteidigungslieferungen auf (BBC, FT, France 24).