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Trumps Kehrtwende bei Iran, Bombenanschlag in Moskau und Hitze am Rhein

Der Sonntag bringt einen abgesagten US-Angriff auf Teheran, über 70 Tote vor Ceuta und einen Rekord-Tiefstand am Niederrhein.

Von der MacherPost-Redaktion 02.08.2026, 16:00 ♪ 15 Min Audio · 1'920 Wörter

Donald Trump hat einen geplanten Grossangriff auf Iran kurzfristig abgesagt. Grund war ein Telefonat mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, wie die «Neue Zürcher Zeitung» unter Berufung auf das Weisse Haus berichtet. Trump sprach von vereinbarten «Grundzügen» eines Abkommens. Teheran dementiert umgehend: Man habe sich weder auf Eckpunkte geeinigt noch nähere sich eine Einigung. Das US-Militär sei nach Medienberichten bereits in Startposition gewesen, eine grossangelegte Angriffswelle auf iranische Ziele vorzubereiten, heisst es aus Washington. Betroffen wären demnach Stellungen der iranischen Revolutionsgarden, Ölraffinerien sowie Führungsquartiere der Pasdaran. Die saudische Vermittlung verändert die Rechnung, weil Riad ein direktes Interesse an einem Ende des Konflikts hat: Riads Hauptkunde für Ölimporte, China, hat in den vergangenen Wochen Lieferungen aus dem Persischen Golf reduziert. Für die Region bedeutet das eine Atempause. Für Europa bleibt die Lage fragil: Sollten die Gespräche in den nächsten Tagen scheitern, ist mit einer Wiederaufnahme der Angriffe zu rechnen. Die Rohölpreise reagierten mit einem leichten Rückgang; die Sorte Brent fiel an der Londoner Börse um 0,8 Prozent auf 76,40 US-Dollar pro Fass.

Die Zahl der Toten an der Grenze der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta ist nach offiziellen Angaben auf mehr als 70 gestiegen. Weitere Leichen wurden im Meer geborgen, wie der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska am Samstag mitteilte. Zehntausende Menschen hatten in der vergangenen Woche versucht, von Marokko aus in die Exklave zu gelangen. Die Marokkanische Marine patrouilliert seither vor Ort mit einer schwimmenden Barriere. 22 EU-Staaten haben Spanien in einem gemeinsamen Brief scharf kritisiert und ein härteres Vorgehen gegen irreguläre Migration gefordert. Spanien wehrt sich gegen den Vorwurf, die Aussengrenzen nicht ausreichend zu schützen. Die EU-Aussenminister treffen sich am Dienstag in Brüssel zu einer Sondersitzung. Für die Schweiz ist das Thema ebenfalls heikel: Die Stimmbevölkerung hat im vergangenen Jahr über eine Verschärfung des Asylrechts abgestimmt, und die Zahl der Asylgesuche steigt seit Monaten wieder an.

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