Die Welt verfehlt das COP28-Effizienzziel deutlich. Die Schweiz verbraucht 2024 mehr Energie als im Vorjahr. Alle Werkzeuge liegen bereit, politisch zieht sie niemand.
Im Dezember 2023 einigten sich die Energieminister der Welt an der COP28 in Dubai auf eine Verdopplung der jährlichen Effizienzverbesserung bis 2030, von rund zwei auf rund vier Prozent. Wer den Satz im Protokoll überfliegt, hält ihn für eine Nebenbestimmung. Er ist das eigentliche Klimaversprechen der Konferenz. Die Internationale Energieagentur hat in ihrem Effizienzreport 2024 Bilanz gezogen: Die Welt liegt klar off track, die Verbesserung der Primärenergieintensität stagniert bei rund einem Prozent pro Jahr, halb so viel wie in den 2010er Jahren. Und die Schweiz, die alle Werkzeuge für eine bessere Bilanz besitzt, hat ihren Energieverbrauch 2024 nach der jüngsten BFE Gesamtenergiestatistik erneut gesteigert. Dieser Bericht zeigt, warum das kein Zufall ist und was sich ändern müsste.