Preisgeld, Sponsoring und der neue Cost Cap: die Architektur hinter elf Teams und einer Milliarden-Wirtschaft.
Ein Formel-1-Team ist 2026 ein Konzern im Kleinformat. Elf Teams stehen am Start, darunter zwei neue Werksteams von Audi und Cadillac. An der Spitze kassiert ein Konstrukteur über Concorde-Pool, Titel-Sponsoring und Herstellerkapital grob eine halbe Milliarde US-Dollar pro Saison. Wer das Geschäft verstehen will, muss drei Töpfe auseinanderhalten, die jeweils eigenen Regeln folgen: die offizielle Verteilung des kommerziellen Gesamtumsatzes, den freien Sponsoringmarkt und das Investorenkapital hinter den Werksteams. Über allem liegt seit 2021 ein Budgetdeckel, den die FIA für 2026 auf den ersten Blick drastisch angehoben hat, in der Substanz aber nur umgebucht hat. Dieser Bericht erklärt, wie die drei Töpfe zusammenwirken, warum die "215 Millionen" keine Lohnerhöhung sind, welche neuen Werksteams das Bild verändern und welche Summen wirklich auf den Teamkonten landen.