Kumamoto bebt, in Gironde brennen Wälder, im Nahen Osten fliegen Raketen, in Peru wechselt die Macht, und der Radsport hat seinen schnellsten Tour-Sieger gekrönt. Der Morgen des 29. Juli 2026 beginnt mit einer ungewöhnlich dichten Mischung aus militärischen Eskalationen, Naturgewalten und politischen Weichenstellungen. Ein Überblick über die wichtigsten Signale der letzten Stunden.
Am späten Nachmittag des 28. Juli erschütterte ein Beben der Magnitude 7,1 die japanische Präfektur Kumamoto auf der Insel Kyūshu. Die japanische Meteorologiebehörde (JMA) registrierte eine Intensität von 7 auf der japanischen Skala, dem höchsten Wert, und 9 auf der modifizierten Mercalli-Skala; die USGS bestimmte die Tiefe mit 10 Kilometern. Die Erdstösse forderten offiziellen Angaben zufolge mindestens 13 Menschen das Leben, 387 wurden verletzt, 24 gelten als vermisst. Für die Westküste Kyūshus wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben, die später auf eine niedrigere Stufe heruntergestuft wurde. Das Beben ging vom Hinagu-Fault aus, einem Ast des Futagawa-Hinagu-Verwerfungssystems, das bereits 2016 Kumamoto verwüstet und damals 50 Menschen getötet hatte. Die Regierung in Tokio richtete unter Premierminister Shigeru Ishiba einen Krisenstab ein; rund 25'000 Angehörige der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte wurden zur Hilfe gerufen. Hauptgrund für die hohe Opferzahl: das Beben ereignete sich um 16:27 Uhr Ortszeit mitten im Feierabendverkehr, als viele Menschen auf Strassen und in Einkaufsvierteln unterwegs waren. Die japanische Wetterbehörde taufte das Ereignis offiziell auf den Namen «Reiwa 8 Kumamoto Erdbeben». Erste Sachschadensschätzungen der Versicherungswirtschaft gehen in Milliardenhöhe, endgültige Zahlen werden erst nach Tagen vorliegen (CNN, Nikkei Asia, Mainichi Shimbun).