Ein Anschlag auf den Christopher Street Day erschüttert Deutschland. Die USA und Iran setzen ihre Angriffe aus und schicken den Ölpreis auf Talfahrt. Pogacar gewinnt die Tour de France zum fünften Mal. Und in der Schweiz trocknet der Bodensee auf einen Rekordtiefstand. Die Abend-Ausgabe zum 27. Juli 2026.
Ein Tag nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin verdichten sich die Hintergründe. Am Samstagabend war ein weisser Mini-Van in eine Menschengruppe im Grossen Tiergarten gerast. Eine Frau starb, 29 weitere Personen wurden verletzt. Wie mehrere deutsche Medien am Sonntag unter Berufung auf Sicherheitskreise berichteten, handelt es sich bei der Getöteten um eine Mutter aus Polen. Der mutmassliche Täter, der 21-jährige Abdul Ballout, wurde rund 20 Stunden nach der Tat von der Polizei erschossen. Ballout war den Behörden als «Gefährder» bekannt; ein Haftbefehl gegen ihn war im Vorfeld aufgehoben worden. Die Generalbundesanwaltschaft hat nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines islamistischen Terroranschlags eingeleitet. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte Konsequenzen im Umgang mit Gefährdern an. CSU-Chef Markus Söder brachte eine Debatte über die Staatsbürgerschaft ins Spiel; das Justizministerium bremste. Die queere Community rief zu Mahnwachen in mehreren deutschen Städten auf und warnte zugleich davor, die Tat gegen Muslime zu instrumentalisieren. Aus der Schweiz meldete sich der Sicherheitspolitiker Mauro Tüna zu Wort und erklärte gegenüber 20 Minuten, die Schweiz «habe die Mittel, solche Anschläge zu verhindern». Der Bundesrat hat sich noch nicht offiziell geäussert (Tagesschau, NZZ, SRF, 20 Minuten, 27. Juli 2026).