Die Weltlage am Mittag: ein brüchiger Waffenstillstand im Nahen Osten, ein toter Tatverdächtiger nach dem Anschlag auf den Berliner CSD, die grösste Waldbrandkrise Frankreichs seit 1944 und ein historischer Tag im Radsport.
Die US-Regierung hat ihre Luftangriffe auf Iran für eine kurze Verhandlungsphase ausgesetzt. Iranische Stellen drohen zugleich mit einer Ausweitung des Konflikts. Die Folge an den Rohstoffmärkten: das Barrel Brent fällt um mehrere Prozent, die Marktteilnehmer werten die Pause als erstes Zeichen einer möglichen diplomatischen Lösung. Die amerikanischen Kriegskosten beziffern verschiedene Berechnungen inzwischen auf 37 Milliarden Dollar, ohne dass der Kongress formell eine Mandatsverlängerung beschlossen hätte. Für die Schweiz schlägt die Entwicklung indirekt durch: die Schweizerische Nationalbank beobachtet die Öl-Rally genau, weil ein dauerhaft hoher Ölpreis den Importdruck auf den Franken erhöhen würde. Zudem ist die Rohstoff-Risikoprämie ein wichtiger Faktor für die Bewertung von Nestlé, Roche und den grossen Schweizer Pharmalieferanten, deren Gewinnmargen direkt an den Ölpreis gekoppelt sind.