Eine Spurensuche in der Weltfinanzordnung: von Bretton Woods bis zu den Goldkäufen der Schwellenländer.
Keine Währung der Geschichte hat eine solche Stellung gehalten wie der US-Dollar. Rund 57 Prozent der offiziellen Devisenreserven der Welt sind in ihm angelegt, 88 Prozent aller Devisenumsätze laufen über ihn, und ein grosser Teil der Rohstoff-Geschäfte wird in ihm fakturiert. Diese Zahlen stammen aus dem Internationalen Währungsfonds und der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Gleichzeitig hat der Dollar-Anteil an den Reserven den tiefsten Stand seit Jahrzehnten erreicht, Notenbanken kaufen Gold im Rekordtempo, und ein Block von Staaten, der fast die Hälfte der Weltbevölkerung vertritt, redet offen über Alternativen. Die Frage dieses Berichts: Wie viel Verschiebung verträgt das Dollar-System, und wo liegen seine echten Bruchstellen?