Morgen-Briefing. Der Wochenstart fällt in eine Phase maximaler Spannung: Die Spannung zwischen amerikanischer Geldpolitik und iranischer Eskalation hat den Goldpreis über die 4000-Dollar-Marke gehoben, gleichzeitig gibt der MSCI World nach drei Wochen das erste Mal wieder nach. Zwölf Signale, die am Montagmorgen zählen.
Die US-Regierung hat die Luftangriffe auf Iran zum zweiten Mal in Folge ausgesetzt, wie amerikanische Medien unter Berufung auf das Pentagon berichten. Parallel verhandelt Oman mit Vertretern der Regierung in Teheran über ein Transitabkommen für die Strasse von Hormus, eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt. Das Pentagon veröffentlichte am Wochenende eine Liste mit 4 im Iran-Krieg gefallenen amerikanischen Soldaten unter dem Titel «Overseas Operations Casualties». Iranische Revolutionsgarden hatten zuvor Schiffe in der Strasse von Hormus gestoppt. Präsident Donald Trump erklärte, man könne die Operationen «auf eine viel höhere Stufe bringen». Auf den Ölmärkten zeigte sich sofort Entspannung: Die Notierungen sackten am Wochenende um mehrere Prozent. Die Huthi-Miliz im Jemen intensivierte indes ihre Angriffe auf Saudi-Arabien, was eine neue Front eröffnet. Für die Schweiz ist die Entwicklung direkt relevant: Ein erheblicher Teil der europäischen Ölimporte passiert die Strasse von Hormus und beeinflusst die Treibstoffpreise an Schweizer Tankstellen.