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Gesundheit

Die Pharma-Pipeline: Wie aus einem Molekül ein Medikament wird

Zwischen einem Labor in Schlieren und einer Patientin in Lugano liegen zwölf Jahre, 2,6 Milliarden Dollar und sieben Schweizer Behördenverfahren. Eine Spurensuche in der grössten Industrie des Landes.

Von der MacherPost-Redaktion 27.07.2026, 11:00 ♪ 32 Min Audio · 4'123 Wörter

Eine Tablette kommt selten allein. Sie steht am Ende einer Kette, die in Zürich oder Basel beginnt, durch drei Zulassungsbehörden muss und an einer Preisverhandlung in Bern hängenbleiben kann. Eine Spurensuche in der grössten Industrie des Landes.

Wer ein neues Medikament entwickelt, beginnt mit einer sehr grossen Zahl und endet mit einer sehr kleinen. Die Tufts-Universität hat den meistzitierten Wert 2014 errechnet: 2,6 Milliarden US-Dollar und rund zwölf Jahre vom ersten Laborversuch bis zur Marktzulassung, davon 1,4 Milliarden direkte Ausgaben und 1,1 Milliarden entgangene Kapitalerträge. Die Methodik ist umstritten, die Stichprobe mit 106 Wirkstoffen aus zehn Firmen klein, und Ökonomen streiten bis heute darüber, was genau in die Rechnung einfliesst. Als exakter Betrag taugt die Zahl nicht. Als Mahnung, mit welchen Unsicherheiten diese Branche rechnet, hat sie nichts von ihrer Kraft verloren.

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