Guten Morgen. Der Freitag beginnt mit drei klaren Linien: Washington verschärft die Handelsschraube gegenüber dutzenden Partnern, der iranisch-amerikanische Schlagabtausch treibt den Benzinpreis, und die Schweiz steht sowohl im Handel als auch im Sport im Scheinwerferlicht. Was Sie heute wissen müssen.
Trumps Zoll-Flut ab Mitternacht. Die US-Regierung hat am späten Donnerstagabend neue Zölle auf rund 60 Handelspartner angekündigt, die ab Freitag 00:00 Uhr Washingtoner Zeit in Kraft treten. Schweizer Exporteure müssen neu einen Basiszoll von 12,5 Prozent zahlen, für Waren aus der Europäischen Union sind es 10 Prozent. Begründung der US-Seite: unzureichender Schutz vor Zwangsarbeit in den Lieferketten. Die zehnprozentigen Krisenzölle, die im Frühjahr als Übergangslösung eingeführt worden waren, liefen am Donnerstag aus. Damit endet die bisherige Friedensfrist, der Handelskonflikt geht in eine neue, dauerhafte Runde. Aus der Schweizer Wirtschaft heisst es, die Höhe sei nicht «nachvollziehbar». Im Raum steht zudem ein Zusatzabgabensatz von bis zu 22,5 Prozent, falls das Parlament in Washington weitere Vorbehalte gegen Schweizer Praktiken formuliert. Die NZZ-Wirtschaftsredaktion rechnet vor, dass das für die Uhren-, Pharma- und Maschinenindustrie unmittelbar spürbar wird. (NZZ, 20 Minuten, Reuters)