Die Schweizer Nahrungsmittelriesen liefern am Morgen ihre Halbjahresbilanzen, beide kämpfen mit dem starken Franken. Im Nahen Osten fällt nach der Strasse von Hormuz nun auch der Bab al-Mandab am Roten Meer als Handelsroute aus. In Frankfurt durchsuchen Ermittler die Deutsche-Bank-Zentrale. Am späteren Nachmittag entscheidet die EZB über die Zinsen, am Vormittag fällt das ifo-Geschäftsklima aus München. Ein Überblick über die wichtigsten Vormittags-Signale.
Nestlé hat im ersten Halbjahr 2026 das organische Wachstum auf 3,6 Prozent gesteigert, das reale interne Wachstum lag bei 1,5 Prozent, die Preise stiegen um 2,1 Prozent. Der Umsatz sank wegen Währungseffekten um 2,5 Prozent auf 43,1 Milliarden Franken. Der Reingewinn brach um 31 Prozent auf 3,5 Milliarden Franken ein, unter anderem wegen einer Wertberichtigung von 1,3 Milliarden Franken auf das Wassergeschäft. Gleichzeitig bringt Nestlé das Mineralwasser- und Premiumgetränkegeschäft in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Investor Platinum Equity ein. Die Sparte erzielte 2025 einen Umsatz von rund 3,5 Milliarden Franken bei einer bereinigten operativen Marge von 9,1 Prozent, deutlich unter dem Konzernwert von 16,1 Prozent. Für das Gesamtjahr bestätigt Nestlé ein organisches Wachstum von 3 bis 4 Prozent und einen freien Cashflow von mehr als 9 Milliarden Franken (SRF, NZZ).