Sieben Jahre Section-301-Zölle, Chip-Exportkontrollen und eine Billion Dollar Kapitalumlenkung haben den bilateralen Handel halbiert. Doch das globale System zahlt mehr als nötig, weil die USA die falsche Waffe wählten.
Im Mai 2026 hat das Bureau of Economic Analysis die US-Handelsbilanz für die wichtigsten Partner veröffentlicht. Vietnam steht mit einem bilateralen Defizit von 20,6 Milliarden Dollar an erster Stelle, Mexiko mit 20,1 Milliarden, Taiwan mit 19,4 Milliarden, China mit 14,5 Milliarden Dollar. Ein Land, das bis vor wenigen Jahren das Zentrum der US-Importbilanz war, ist unter die dritte Reihe gerutscht. Die Reihenfolge der Defizitpartner hat sich damit grundlegend verändert. Noch 2018 lag China mit grossem Abstand auf Platz eins, deutlich vor Japan, Deutschland und Mexiko. Nun sind die drei asiatisch-pazifischen Defizitpartner Asien und Nordamerika so verteilt, dass jeder für sich genommen grösser ist als das verbleibende China-Loch.