Warum algorithmenbasierte Medizin 2026 an einer konkreten Grenze angekommen ist und weshalb die Haftungsfrage über die nächsten Patienten entscheidet.
Künstliche Intelligenz in der Medizin ist kein Versprechen mehr, sondern Alltag. Die Liste der US-Arzneimittelbehörde FDA für KI-fähige Medizinprodukte umfasste im Frühjahr 2025 rund 1300 zugelassene Geräte, die meisten davon in der Radiologie. Ein Jahr später sind es deutlich mehr. Die zugelassenen Anwendungen lesen Netzhautbilder, markieren Lungenembolien auf CT-Schnitten, sortieren verdächtige Hautläsionen vor und warnen Intensivstationen vor Sepsis. Was dabei sichtbar wird: Die Technik ist bei Aufgaben gereift, die nach klaren Bildern und stabilen Mustern fragen. Sie stösst an ihre Grenze, sobald sie zur Therapie raten soll. Dieser Bericht fragt, wo genau diese Grenze verläuft, wer sie überschreitet und was im Schadenfall passiert.