Die Rohstoff-Drehscheibe steht im Sommer 2026 zwischen drei Realitäten: Lithium im Überhang, Kobalt unter kongolesischer Quote, Seltene Erden unter chinesischer Aufbereitungshoheit. Eine eigene Schweizer Antwort fehlt.
Im Sommer 2026 sind kritische Rohstoffe keine Schlagzeile mehr, sondern eine laufende Rechnung. Lithium ist so billig wie seit Jahren nicht, Kobalt ist politisch verknappt, Seltene Erden sind wieder ein Verhandlungspunkt zwischen Peking und Washington. Gleichzeitig importiert die Schweiz mehr veredelte Seltene Erden als je zuvor und hat bis heute keine verbindliche Definition dessen, was hier als kritischer Rohstoff gelten soll. Das ist die eigentliche Nachricht: Die geopolitische Lage verschärft sich, die Werkbank verändert sich, die Schweizer Antwort bleibt offen.