Was heute Nachmittag wichtig wird: Halbjahreszahlen aus der Schweizer Bankenwelt, die Eskalation in der Strasse von Hormus, ein WM-Finale mit Folgen für die FIFA und gemischtes Sommerwetter zwischen Genf und Lugano.
Die Schweizer Banken liefern sich diese Woche einen Halbjahres-Reigen: Den Auftakt machte heute Morgen die Schaffhauser Kantonalbank mit einem deutlich gestiegenen Gewinn, getragen vom Zinserfolg und der Modernisierung des Hauptsitzes. Morgen Dienstag legt die Zürcher Kantonalbank vor, am Mittwoch folgt Julius Bär, wo fünf Fragen im Zentrum stehen, darunter das Neugeldwachstum und die Margenentwicklung unter CEO Stefan Bollinger. Die Branche steht unter dem Eindruck einer laufenden Lohnstudie, der zufolge die Schweizerische Nationalbank bei vergleichbaren Positionen mehr zahlt als UBS und die Credit-Suisse-Nachfolger, ein Befund, der die Frage aufwirft, wie konkurrenzfähig private Institute bei Talenten bleiben. Der Schweizer M&A-Markt zeigt derweil ein gespaltenes Bild: Die Anzahl Deals nimmt zu, das gesamte Volumen sinkt deutlich, weil einige Grossübernahmen aus dem Vorjahr ausbleiben. Eine besondere Beobachtung gilt der ÖCD-Mindeststeuer: Rahul Sahgal, einer der erfahrensten Vermögensverwalter im Land, sagt offen, dass die steuerliche Attraktivität der Schweiz «erodiert», was die Standortkonkurrenz mit Singapur und Dubai weiter verschärft. Mittelfristig dürfte das die Ansiedlung neuer Vermögensverwaltungs-Mandate bremsen.