Die ETH Zürich hat Anfang Juli einen Chip gebaut, der mechanische Schwingungen mit supraleitenden Qubits koppelt. Das ist Grundlagenforschung mit Anspruch, eingebettet in ein Feld, das zwischen Physik-Durchbruch und Markt-Realität seine Balance sucht. Sie zeigt, wo das Feld Mitte 2026 wirklich steht: physikalisch funktioniert es, wirtschaftlich noch nicht.
Anfang Juli 2026 hat die ETH Zürich eine Architektur vorgestellt, die vibrierende mechanische Resonatoren als Arbeitsspeicher mit supraleitenden Qubits als Prozessor kombiniert. Yiwen Chu und ihr Team am Institut für Quantenelektronik publizierten den Chip am 9. Juli. Eine Woche zuvor, am 2. Juli, hatte die Gruppe um Jonathan Home an derselben Hochschule eine 3D-Methode vorgestellt, mit der sich elektromagnetische Streufelder auf Ionenfallen-Chips präzise kartieren lassen. Beides sind keine kommerziellen Produkte. Beides sind Belege dafür, dass die Schweiz in einem Rennen mitspielt, das Milliarden verschlingt und bis heute kaum ein Problem gelöst hat, das ein zahlender Kunde braucht. Dieser Bericht trennt die Physik, die funktioniert, von der Wirtschaft, die noch blutet, und fragt: Wo steht das Feld wirklich?