Der Wochenstart beginnt mit einem Knall. Die US-Offensive gegen Iran geht in die neunte Nacht, der Ölpreis springt über 90 Dollar je Fass, und die asiatischen Börsen tauchen ins Minus. Drei Bewegungen, ein gemeinsamer Treiber: die Sorge, dass die Strasse von Hormuz zur offenen Konfliktlinie wird. Parallel sorgt Spanien für die sportliche Schlagzeile des Sommers, und eine britische KI-Firma bereitet den vermutlich grössten Börsengang des Herbstes vor.
Ölpreis durchbricht die 90-Dollar-Marke. Brent stieg am Sonntag im ausserbörslichen Handel um 15 Prozent und notiert am Montagmorgen bei rund 92 Dollar je Fass, nachdem die US-Luftwaffe iranische Stellungen bei Bandar Abbas und auf der Insel Qeshm angegriffen hat. Auch der asiatische Handel startet mit einem Aufschlag von 3 Prozent. Auslöser ist die neunte Angriffs-Nacht in Folge: das US-Central Command (CENTCOM) bestätigte Angriffe als Vergeltung für den Tod von US-Soldaten. Reuters berichtet zudem, dass die US-Marine einen Tanker vor der iranischen Öl-Insel Kharg beschossen hat, der die Strasse von Hormuz zu durchqueren versuchte (Reuters). Für die Schweiz als Netto-Energieimporteur heisst das: höhere Treibstoff- und Heizölpreise in den kommenden Wochen, mehr Druck auf die ohnehin hohe Teuerung.