Eine malaysische Registerstudie aus dem Mai 2026 zeigt, wie sich das Lebensende räumlich verlagert. Internationale Forschung macht zugleich sichtbar, dass der Ort des Todes weniger über Vorstellungen vom guten Tod aussagt als über Versorgungssysteme, familiäre Möglichkeiten und materielle Erreichbarkeit.
Am 8. Mai 2026 hat das malaysische Gesundheitsministerium eine Registerstudie zu 1,4 Millionen Todesfällen durch lebenslimitierende Erkrankungen veröffentlicht. Sie deckt den Zeitraum 2005 bis 2019 ab und zeigt eine gegenläufige Verschiebung: Der Anteil der Todesfälle zu Hause fiel von 59,9 auf 49,2 Prozent, der Anteil der Krankenhaussterbefälle stieg von 35,1 auf 45,2 Prozent. Eine lineare Trendfortschreibung der Forschungsgruppe erwartet für 2030 rund 44 Prozent häusliche und 48 Prozent stationäre Todesfälle. Die Autorinnen und Autoren weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich um eine indikative Fortschreibung ohne Projektionsintervalle handelt. Die Zahlen beschreiben eine mittelfristige Entwicklung, keinen feststehenden Endpunkt.