Vor sechzehn Jahren zerstörte Stuxnet iranische Zentrifugen. Heute greifen Dutzende Staaten mit denselben Methoden Spitäler, Stromnetze und Telekommunikation an. Eine Spurensuche von Natanz bis nach Bern.
Am 17. Juni 2010 entdeckte ein belarussischer Antiviren-Hersteller einen Wurm in einem iranischen Industrie-PC, der nichts Seinesgleichen hatte. Wenige Wochen später stand fest: Die Welt hatte ihre erste staatliche Cyberwaffe gesehen, eingesetzt gegen kritische Infrastruktur. Sechzehn Jahre danach ist aus diesem einen Stück Code eine ganze Waffengattung geworden, mit Dutzenden Akteuren, einer professionalisierten Industrie und einem permanenten Risiko für offene Gesellschaften. Dieser Bericht geht der Frage nach, warum das so kam und was es für die Schweiz bedeutet.