Wer die Lasten der Vertreibung trägt, wer an den Geldströmen verdient und wer über Aufnahme entscheidet, entscheidet sich längst nicht mehr an der eigenen Grenze. Migration ist eine Frage der Machtverteilung zwischen Herkunfts-, Transit- und Zielländern.
Migration ist 2026 kein Randthema mehr. Über 122 Millionen Menschen sind weltweit gewaltsam vertrieben, 304 Millionen leben ausserhalb ihres Geburtslandes, und fast jeder Staat steht vor der Frage, wie viel Bewegung er zulassen, bezahlen und ordnen will. Dieser Bericht zeigt, wo die Lasten wirklich liegen, wie das Geld fliesst und warum die politische Debatte über Asyl oft das eigentliche Thema verfehlt.