Die US-Streitkräfte haben in der Nacht auf Samstag Vergeltungsangriffe auf iranische Stellungen geflogen, nachdem am Vortag zwei amerikanische Soldaten bei einem iranischen Raketenangriff in Jordan getötet worden waren. Präsident Donald Trump sprach von einer Vergeltung, die "sehr deutlich" ausfallen werde. Aus informierten Kreisen hiess es, zwei weitere US-Soldaten seien im Kontext des Nahost-Konflikts gefallen. Die iranische Staatsführung sprach von einer "unvergesslichen Lektion" an die USA, gleichzeitig forderten die Vereinigten Arabischen Emirate einen sofortigen Stopp der Eskalation. Beobachter in Berlin und Brüssel werten die Lage als den bisher gefährlichsten Moment der seit Monaten schwelenden Krise. Hintergrund: Die USA unterhalten mehrere Stützpunkte in Jordanien und am Persischen Golf, die seit Monaten Ziel iranischer Stellvertretergruppen sind. Auch die Wasser-Infrastruktur im Iran und in Kuwait wurde nach Angaben aus der Region getroffen. (Tagesschau, NZZ)
Jens Spahn ist am Wochenende als Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag zurückgetreten. Auslöser war eine persönliche Stellungnahme zur Leihmutterschaft, die in der eigenen Fraktion auf Kritik stiess. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, die Nachfolge noch im Juli klären zu wollen, im Gespräch sind mehrere Kandidaten aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die CDU wirkt mit Blick auf die zweite Parlamentshälfte beschädigt; in Sonntagsumfragen baut die AfD ihren Vorsprung vor der Union leicht aus. Politische Beobachter werten den Vorgang als Symptom einer Fraktion, die mit internen Wertedebatten hadert. In der Bundesregierung läuft die Sommerpause mit einem zusätzlichen Personalthema an. (FAZ, Handelsblatt, Tagesschau)