← Ausgabe N°138
Wirtschaft

Die EZB im Spagat: Eine Währung für neunzehn verschiedene Volkswirtschaften

Christine Lagarde steuert einen Währungsraum, dessen Mitglieder sich bei Inflation, Wachstum und Arbeitslosigkeit so stark unterscheiden wie seit der Eurokrise nicht mehr. Der aktuelle Senkungszyklus und die neue TARGET-Architektur zeigen, wie das System funktioniert. Eine Bestandsaufnahme jenseits der Schlagzeilen.

Von der MacherPost-Redaktion 17.07.2026, 07:00 ♪ 33 Min Audio · 4'231 Wörter

Am 11. Juni 2026 hat die EZB den Einlagensatz auf 2,25 Prozent gesenkt. Die Teuerung im Euroraum liegt im Aggregat knapp unter dem Ziel, aber zwischen Estland und Zypern klafft eine Lücke von vier Prozentpunkten. Eine Frage drängt sich auf: Wie viel Heterogenität verträgt ein gemeinsamer Zins, bevor er bricht? Eine Bestandsaufnahme.

Die Europäische Zentralbank hat am 11. Juni 2026 zum achten Mal in Folge die Zinsen gesenkt. Der Einlagensatz für Geschäftsbanken liegt jetzt bei 2,25 Prozent, die Hauptrefinanzierung bei 2,40, die Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 2,65. Seit dem Gipfel im September 2023 sind das 175 Basispunkte in zehn Schritten. Die jährliche Teuerung im Euroraum lag zuletzt bei 1,9 Prozent, knapp unter dem symmetrischen Ziel von zwei Prozent (Eurostat HICP, vorläufige Daten Mai 2026).

7 Tage gratis weiterlesen

Der ganze Bericht. Mit Audio zum Hören.

Sie haben den Anfang gelesen. Testen Sie sieben Tage kostenlos: die komplette Tiefen-Recherche inklusive Audio-Fassung, jede Woche neue grosse Berichte aus 14 Themen und das volle Archiv. Kündigen Sie in der Testwoche, zahlen Sie nichts.

Jederzeit kündbar · Erinnerung vor Ablauf der Testphase · Bereits Abonnent? Anmelden

Noch nicht bereit? Holen Sie sich das kostenlose Morgen-Briefing — nur E-Mail, kein Konto nötig.

Mehr aus dieser Ausgabe

Weiterlesen

Alle 16 Themen →