Guten Morgen. Eine Nacht, in der die Waffen nicht geschwiegen haben. Raketen auf Kiew, ein Ebola-Ausbruch, der jede bisherige Krise übertrifft, und ein argentinischer Fussballabend, der das Spiel um den Titel gesetzt hat. Dazu eine Bundesrichterin unter Plagiatsverdacht, ein Schweizer Uhrenkonzern mit Quartal zum Staunen und ein Wahlrechts-Debakel in Rom. Das sind die zwölf Signale, die jetzt zählen.
Russland hat die ukrainische Hauptstadt in der Nacht mit ballistischen Raketen angegriffen. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von mehreren Einschlägen in Wohngebieten, nach Behördenangaben gibt es Verletzte. Parallel meldeten ukrainische Stellen, eigene Drohnen hätten 20 russische Schiffe im Schwarzen Meer getroffen, darunter 17 Öltanker. In den vergangenen 24 Stunden starben nach offiziellen Angaben mindestens 14 Menschen in mehreren Regionen, je drei in Odesa, Sumy und Saporischschja. In Kiew läuft parallel eine grössere Regierungsumbildung: Premierminister und Verteidigungsminister traten zurück. Für die Schweizer Diplomatie bleibt die Lage heikel, Bern hat sich wiederholt als Vermittler angeboten (Tagesschau, BBC).