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Welthandel

Friend-Shoring: Wie Lieferketten plötzlich politisch werden

Die grosse Verschiebung der Warenströme weg von China ist real. Aber sie ist kein Selbstläufer, sondern ein Vertrag, den jede Generation neu unterschreiben muss.

Von der MacherPost-Redaktion 16.07.2026, 11:00 ♪ 36 Min Audio · 4'643 Wörter

Die Verschiebung der Warenströme ist 2026 vollzogen. China ist als US-Lieferant auf Platz vier abgestiegen, hinter Taiwan, Vietnam und Mexiko. Und ausgerechnet die Schweiz, das Musterbild politischer Verlässlichkeit, zahlt den Preis dieser neuen Sortierung mit.

Im Mai 2026 wiesen die Vereinigten Staaten im bilateralen Warenhandel mit China ein Defizit von 14,5 Milliarden Dollar aus, saisonbereinigt, nach den Daten des U.S. Census Bureau und des Bureau of Economic Analysis (FT900, Juli 2026). Das klingt nach viel. Im Kontext der letzten Jahre ist es ein historischer Tiefpunkt. China ist im Mai 2026 nur noch der viertgrösste bilaterale Defizitpartner der USA, hinter Vietnam mit 20,6 Milliarden, Mexiko mit 20,1 Milliarden und Taiwan mit 19,4 Milliarden Dollar. Noch 2018 lag China mit weitem Abstand auf Platz eins.

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