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Wirtschaft

Staatsschulden: Wann werden sie gefährlich und für wen?

Über 39 Billionen Dollar in den USA, 235 Prozent des Bruttoinlandprodukts in Japan, ein Entlastungspaket in der Schweiz, das ohne Eingriff ein Milliardendefizit hinterlassen hätte. Was eine Schuldenquote zur Belastung macht, ist nicht die Zahl selbst, sondern der Zins, die Währung und die Gläubiger.

Von der MacherPost-Redaktion 15.07.2026, 07:00 ♪ 33 Min Audio · 4'228 Wörter

Am 13. Juli 2026 stand die US-Bundesverschuldung bei 39,42 Billionen Dollar, gleichzeitig liegt die Quote Japans bei rund 235 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Die Zahl allein entscheidet nicht, ob ein Schuldner tragfähig ist. Vier andere Variablen verraten mehr.

Im Sommer 2026 zeigt die Schuldenstatistik der Industrieländer ein scheinbar widersinniges Bild. Japan, die am höchsten verschuldete grosse Volkswirtschaft der Welt, finanziert sich problemlos zu Renditen von rund 2,6 Prozent auf zehnjährige Staatsanleihen. Die USA, deren Quote mit etwa 123 Prozent des Bruttoinlandprodukts nicht einmal halb so hoch ist, zahlen rund 4,5 Prozent auf vergleichbare Papiere. Beide Länder sind in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter verschuldet. Nur eines von beiden steht unter wachsendem Marktdruck.

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