Die Inselspital-Studie von September 2025 liefert den saubersten Beleg dafür, dass jeder zusätzliche DDD-Verbrauch eine messbare Infektions-Komplikation erzeugt. Eine Bestandsaufnahme zu Verbrauch, Resistenz und den 2027er-Zielen.
Am Berner Inselspital stieg zwischen 2008 und 2021 die Zahl der Clostridioides-difficile-Infektionen pro zusätzliche 10 DDD Antibiotika pro 100 Patiententage um den Faktor 1,16. Die Studie von Wassilew und Kollegen, erschienen im September 2025, ist einer der präzisesten Schweizer Belege dafür, dass Verbrauch und klinischer Schaden direkt zusammenhängen. Genau dieser Zusammenhang steht im Zentrum des Swiss Antibiotic Resistance Report 2024, der ANRESIS-Surveillance und der StAR-Strategie, die bis 2027 den Gesamtverbrauch auf 10,2 DID senken will. Dieser Bericht trägt zusammen, was die Schweizer Datenlage 2026 hergibt, wo sie belastbar ist und wo sie offen bleibt.