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Politik

Wahlsysteme im Vergleich: Mehrheitswahl, Verhältniswahl und ihre Folgen

Wenn 33,7 Prozent 63 Prozent der Sitze ergeben – ein Blick auf die Maschine, die aus Stimmen Mandate macht.

Von der MacherPost-Redaktion 15.07.2026, 07:00 ♪ 35 Min Audio · 4'604 Wörter

Wenn 33,7 Prozent der Stimmen 63 Prozent der Sitze ergeben, lohnt sich ein Blick auf die Maschine, die das möglich macht. Und auf jene, die es verhindert.

Am 4. Juli 2024 gewann die britische Labour-Partei 411 von 650 Sitzen im Unterhaus, mit 33,7 Prozent der Stimmen. 42,6 Prozent der Wählerstimmen gingen an Parteien, die am Ende kaum ins Parlament einzogen. Eine Partei namens Reform UK erreichte mit 14,3 Prozent fünf Mandate. Was hier zählt, ist die Mechanik. Grossbritannien wählt seit 1885 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Einerwahlkreisen, im englischen Sprachraum "first-past-the-post" genannt. Wer im Wahlkreis die meisten Stimmen holt, gewinnt. Auch wenn die Mehrheit der Wahlkreisbewohner ihn ablehnt.

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