Was die Weltbank-Diagnose für China mit einer antiken Grossmacht verbindet, und warum das Muster bis heute trägt.
Die Weltbank hat Chinas Wachstum am 7. Juli 2026 auf 4,4 Prozent für dieses Jahr und 4,3 Prozent für 2027 revidiert. Die Diagnose der Ökonomen in Peking liest sich nüchtern: Die Wirtschaft blieb in der ersten Jahreshälfte «resilient», gestützt von Hochtechnologie-Investitionen und Exporten, doch die Binnennachfrage schwächelt, der Immobiliensektor baut weiter Überkapazitäten ab, die Konsumenten bleiben vorsichtig. Das ist keine Krise im klassischen Sinn. Es ist eine schleichende Verlangsamung, deren Mechanik älter ist als jedes moderne Konjunkturmodell. Wer verstehen will, wie eine Grossmacht unter Druck gerät, ohne dass ein einzelner Schock sie zerstört, muss Rom lesen.