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Welthandel

Blockiert, geblockt, blockiert: Wie ein 193-Kilometer-Kanal die Weltwirtschaft in Atem hält

Der Suezkanal wirkt wie ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert. Gerade deshalb entscheidet er im 21. Jahrhundert mit, welche Container in Genf ankommen und welcher Liter Sprit in Zürich tankt.

Von der MacherPost-Redaktion 14.07.2026, 11:00 ♪ 33 Min Audio · 4'258 Wörter

Der Suezkanal wirkt wie ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert. Mitte 2026 entscheidet er trotzdem mit, ob ein Container aus Asien in 28 oder 42 Tagen in Genf ankommt.

Ein 193 Kilometer langer Graben durch die Wüste, ohne eine einzige Schleuse, verbindet seit dem 17. November 1869 das Mittelmeer mit dem Roten Meer. Über ihn laufen rund fünf Prozent des Weltrohöls, zehn Prozent der Ölprodukte und acht Prozent der LNG-Seefracht. Mitte 2026 greifen die Huthis aus dem Jemen wieder Schiffe im Roten Meer an, der israelische Hafen Eilat ist seit Juli 2025 bankrott, und die EU-Marineoperation ASPIDES operiert weiterhin mit hoher Alarmbereitschaft. Für die Schweiz als eine der offensten Volkswirtschaften der Welt ist das kein fernes Thema. Ein grosser Teil ihrer Importe und Exporte fährt über diese Wasserstrasse. Der Bericht zeigt, was das heute, im Juli 2026, konkret bedeutet.

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