Eine von sechs bakteriellen Infektionen weltweit spricht heute nicht mehr auf Standard-Antibiotika an. Die Schweiz gehört zu den wenigen Ländern, die diesen Trend bisher gebrochen haben. Der Bericht zeigt, was das bedeutet, wie fragil der Vorsprung ist und worauf es bis Ende des Jahrzehnts ankommt.
Eine Standard-Infektion ist heute kein Bagatellfall mehr. Wer sich eine Blasenentzündung, eine Wundinfektion nach einer Operation oder eine schwere Lungenentzündung einfängt, hat heute ein messbares Risiko, mit dem ersten Antibiotikum nicht mehr weiterzukommen. Der globale Überwachungsbericht der Weltgesundheitsorganisation aus dem Jahr 2025 beziffert das aktuelle Bild: Rund 17 Prozent aller bakteriellen Infektionen weltweit sind inzwischen resistent gegen die Mittel der ersten Wahl. In Süd- und Ostasien sowie im östlichen Mittelmeerraum ist es bereits jede dritte. Diese Zahl ist nicht neu. Aber sie ist schneller gestiegen, als die globale Gesundheitspolitik reagieren konnte. Dieser Bericht ordnet die Lage ein und fragt: Welche Hebel hat die Schweiz, und was passiert, wenn sie nicht gezogen werden.