Die USA fliegen neue Angriffe auf Iran, in Wimbledon verteidigt Jannik Sinner seinen Titel gegen Alexander Zverev, und mit Lindsey Graham verliert die amerikanische Aussenpolitik eine ihrer prägendsten Stimmen. In Deutschland wächst der Druck auf die Union, in Kiew wird das Kabinett erneut umgebaut, und eine Geschichte um UBS und die Partners Group zeigt, wie nervös der Markt für nichtkotierte Kredite geworden ist. Der Wochenstart fällt politisch unruhig aus.
Iran und USA: Angriffe auf Schiffe vor Hormus, Trump erklärt die Meerenge für offen. In der Nacht hat das US-Militär erneut Ziele in Iran bombardiert. Damit solle die Fähigkeit Teherans eingeschränkt werden, Handelsschiffe in der Strasse von Hormus anzugreifen, teilten die Streitkräfte mit (tagesschau.de). US-Präsident Donald Trump erklärte die Meerenge zugleich für offen für den Handelsverkehr und drohte Iran für den Fall weiterer Angriffe auf amerikanische Schiffe mit Vernichtung: der Iran werde «von der Erde gefegt», sagte er dem Sender Fox News. Die iranischen Revolutionsgarden widersprachen: kein Schiff habe sie durchquert, das iranische Staatsfernsehen zeigte Warnschüsse nahe amerikanischer Zerstörer. Südkorea meldete eine Explosion auf einem seiner Handelsschiffe, die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO registrierte Treffer auf zwei Schiffen vor der Küste der Emirate. Der Energiekonzern ADNOC bestätigte einen Drohnenangriff auf einen leeren Tanker (tagesschau.de). Laut US-Kommandeur Cooper befinden sich aktuell Schiffe aus 87 Nationen im Persischen Golf, viele davon als neutrale Dritte. Die Strasse von Hormus ist eine der wichtigsten Energierouten der Welt: je nach Schätzung laufen 20 bis 25 Prozent des globalen Öltransits durch die Meerenge, was die Heftigkeit der Reaktion erklärt. Auch die Schweiz importiert Erdöl überwiegend auf dem Seeweg; eine längere Sperrung würde die Raffinerien in Cressier und Collombey hart treffen.