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Sicherheit

Zero-Days: Der Schwarzmarkt für unbekannte Sicherheitslücken

Was eine einzige unbekannte Schwachstelle in einem Smartphone heute wert ist, wer sie kauft, wer sie verkauft, und warum die Antwort auf beides mitten in der Schweiz beginnt.

Von der MacherPost-Redaktion 13.07.2026, 11:00 ♪ 36 Min Audio · 4'659 Wörter

Wer eine einzige, noch unbekannte Schwachstelle in einem Smartphone besitzt, besitzt den Schlüssel zu jedem Gerät dieser Baureihe. Was diese Ware kostet, wer sie kauft, wer sie verkauft, und warum die Schweiz in diesem Geschäft eine Rolle spielt, die ihrer Grösse widerspricht.

Am 13. Mai 2026 hat Google Project Zero eine vollständige Zero-Click-Exploit-Kette für das Pixel 10 öffentlich dokumentiert. Verantwortlich zeichnet das Team um Seth Jenkins, das seit Jahren die sogenannten in-the-wild Exploits systematisch katalogisiert. Im aktuellen Fall handelte es sich um zwei Stufen, vom Empfang einer präparierten Nachricht bis zur Übernahme des Geräts mit Root-Rechten. Ausgangspunkt war eine Lücke in einer Dolby-Bibliothek, die Google bereits im Januar 2026 im Android-Quellcode geschlossen hatte. Auf dem neuen Telefon aber war die Lücke noch da, weil der Patch den Pfad zu einem anderen Software-Stack nie ganz erreichte. Eine geschlossene Tür, ein offenes Fenster. Project Zero wählte den Titel bewusst: «When a Door Closes, a Window Opens».

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