Meta hat am 9. Juli 2026 mit Muse Spark 1.1 den Nachfolger seiner Llama-Familie veröffentlicht und das alte Modellprogramm faktisch beerdigt. Vier Wochen davor hatte das französische Unternehmen Mistral den Wert seiner Modelle mit zwölf Milliarden Euro beziffert. Was hier wie ein normaler Modellwechsel aussieht, markiert das Ende der ersten Phase des offenen KI-Wettlaufs. Wer die nächste verschläft, verliert nicht den Algorithmus, sondern die Anwendungen, die darauf laufen.
Am 9. Juli 2026 hat Meta die erste grosse Aktualisierung von Muse Spark veröffentlicht, Muse Spark 1.1. Das Modell löst die Llama-Reihe ab, die Meta im April 2023 gestartet und im April 2025 mit Llama 4 nochmals erweitert hatte. Der Namenswechsel ist mehr als Marketing. Er signalisiert, dass der Konzern das Kapitel, in dem offene Modelle gegen geschlossene antreten mussten, für beendet erklärt. Wer die Llama-Gewichte in den letzten drei Jahren heruntergeladen hat, hat den bekanntesten offenen Vertreter seiner Zeit genutzt. Wer in den nächsten drei Jahren ein offenes Modell in einem Produkt einsetzt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht Llama, sondern Muse Spark, ein chinesisches Modell oder ein europäisches Spezialmodell nutzen.