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Politik

Lobbyismus in der Schweiz: Wie aus Interessen Gesetze werden

Wenn 71 Prozent aller Kampagnengelder von Verbänden stammen und 44 Prozent der Parlamentsmitglieder ihre Mandatseinkünfte nicht offenlegen, ist die Frage nicht ob, sondern wie stark Interessenvertretung das politische Ergebnis in Bern verändert.

Von der MacherPost-Redaktion 13.07.2026, 07:00 ♪ 33 Min Audio · 4'234 Wörter

136 parlamentarische Gruppen, 125 davon von Verbänden oder Agenturen finanziert. Wer verstehen will, warum Schweizer Gesetze oft so klingen, wie die Industrie sie formuliert, fängt hier an.

In der Schweizer Bundesversammlung gibt es 136 thematische Zusammenschlüsse von Parlamentsmitgliedern, sogenannte parlamentarische Gruppen. 125 davon haben ein Sekretariat, das von einem Verband, einer Lobbyagentur oder einer Branchenorganisation bezahlt wird. 46 werden direkt von Wirtschafts- und Berufsverbänden geführt, 15 von professionellen Agenturen wie Farner Consulting oder furrerhugi. Was wie eine informelle Plattform der Volksvertreter aussieht, ist in den meisten Fällen ein von einer Branche finanziertes Veranstaltungsformat. Wer in Bern verstehen will, wie ein Gesetz entsteht, kommt an dieser Zahl nicht vorbei. Sie beschreibt den Normalfall, nicht die Ausnahme.

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