Guten Morgen. Während die Schweiz in einer dritten Hitzewelle schwitzt, verschärft sich der Konflikt um die Strasse von Hormus, ein Weltkonzern verklagt den nächsten, und die Walliser Justiz verliert eine Staatsanwältin im brisantesten Brandfall des Landes. Das sind die Signale für den Start in den Tag.
Apple hat in den USA Klage gegen OpenAI eingereicht. Hintergrund ist nach Darstellung des iPhone-Konzerns ein früherer Apple-Designer, der vertrauliche Design- und Prototyping-Unterlagen an die ChatGPT-Mutter weitergegeben haben soll. Apple fordert laut Berichten von SRF und Tages-Anzeiger Schadenersatz und eine Unterlassung. Der Fall ist heikel, weil OpenAI mit dem früheren Apple-Chefdesigner Jony Ive bereits an einem eigenen KI-Hardware-Projekt arbeitet. Für die Branche zählt die Klage weit über Apple hinaus: Sie markiert die Frontlinie, an der klassische Hardwarekonzerne den aufstrebenden KI-Firmen die Spielregeln des Wettbewerbs aufzwingen wollen (NZZ, Tages-Anzeiger, SRF, 10. Juli).